Der Schornsteinfeger: Ihr Sicherheits-, Umwelt- und Energieexperte

Schornsteinfeger-Innung MÜNSTER

Qualitätshandwerk mit Traditionsbewusstsein.

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Der Schornsteinfeger sorgt für Sicherheit

Regelmäßige Überprüfung der Feuerstätte ist notwendig

"Vertrauen ist gut - Kontrolle ist besser". Dieses altbekannte Sprichwort gilt auch, wenn es um die Sicherheit von Heizungsanlagen geht. Der Hausbesitzer sollte sich dabei jedoch nicht nur auf die moderne Technik verlassen, sondern auch auf aktivem Wege vorbeugend Brandschutz betreiben. Ein verlässlicher Partner für diese verantwortungsvolle Aufgabe ist der Schornsteinfeger. Er garantiert mit seinen jährlich wiederkehrenden Kehr- und Messarbeiten für die Sicherheit der Feuerungsanlage.

Tatsache ist: Offensichtlich sind vielen Hausbesitzern die Gefahren, die von einer defekten Heizung oder Schornsteinanlage ausgehen, nicht bewusst. Anders lässt sich die hohe Zahl der Mängel nicht erklären. Bundesweit tragen Schornsteinfeger dazu bei, dass jährlich ca. 1,3 Mio. Defekte an bereits bestehenden und mehr als 189.000 an neuen Schornsteinen, Heizungsanlagen und Öfen behoben werden. In zahlreichen dieser Fälle bestand bereits eine unmittelbare Gefahr für Leib und Leben der Hausbewohner. Dazu kommen jährlich noch mehr als 225.000 Gasfeuerstätten, bei denen während der Abgasmessung gefährliche Kohlenmonoxid-Werte (CO) ermittelt wurde. In diesen Fällen war die durchzuführende Wartung lebenswichtig.

Bei seinen regelmäßigen Kehr- und Messarbeiten erkennt der Schornsteinfeger mögliche Gefahren oder Mängel an der Abgasanlage rechtzeitig und informiert den Hauseigentümer. Durch die Mängelbeseitigung wurden die Hausbewohner somit vor möglichen finanziellen Schäden oder menschlichem Leid bewahrt. Der Schornsteinfeger ist ein Sicherheitsfaktor, der allen Hausbewohnern zugute kommt.


Wie soll Wettbewerb die derzeitigen Preise drücken?

Die zu erhebenden Gebühren für die durchgeführten Arbeiten des Schornsteinfegerhandwerks werden in den einzelnen Bundesländern in Kehr- und Überprüfungsgebührenordnungen festgeschrieben.
Der Gebührenfindung liegt ein Minutenwert (Arbeitswert) von zur Zeit 0,67 Euro zu Grunde(NRW). Daraus errechnet sich der Stundenverrechnungssatz für einen Schornsteinfegerbetrieb, der zugleich alle zusätzlichen lohngebundenen Kosten abdeckt, von 40,20 Euro. Diesem Verrechnungssatz ist dann noch die Mehrwertsteuer zuzurechnen. Dieser staatlich festgesetzte Preis kann im derzeitigen Schornsteinfegersystem nur deshalb gehalten werden, weil der Schornsteinfeger kontinuierlich in vorgegebenen Zeitabständen und Haus für Haus seine Kehr- und Überprüfungstätigkeiten ausführen kann.

Trotzdem lautet das vorschnell getroffene Urteil, die erhobenen Schornsteinfegergebühren sind zu hoch. Sogar das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit schließt sich diesem Urteil an und meint, mit dem von ihm angestrebten Wettbewerb im Bereich der Kehr- und Überprüfungstätigkeiten kann dieser Stundenverrechnungssatz unterboten werden. Der Fachmann allerdings fragt sich:
Wie soll das mit Wettbewerb erreicht werden?

Aus mehreren Handwerkerrechnungen wurde der durchschnittliche Stundenverrechnungssatz gemittelt. Die anfallenden lohngebundenen Nebenkosten und die anteiligen Gehälter des kaufmännischen Personals betragen bereits annähernd 50 Prozent des Verrechnungssatzes, während die übrigen Kosten mit 16 Prozent eher bescheiden zu Buche schlagen.

Die lohngebundenen Kosten beinhalten die Arbeitgeberanteile zur Kranken-, Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung sowie die Beiträge zur Bauberufsgenossenschaft. Weiter zählen dazu alle Sonderzahlungen (Weihnachts- und Urlaubsgeld), der Lohn für Ausfallzeiten sowie nicht verrechenbare betriebliche Anwesenheitszeiten. Diese lohngebundenen Kosten ergeben einen Aufschlag auf den Stundenlohn von zzt. durchschnittlich 76 Prozent. Mit den übrigen Kosten werden Abschreibungen, Energiekosten, Aufwendungen für Haus- und Grundstück, betriebliche Steuern, Zinsen und Kosten für Maschinen und Geräte auf den Stundenverrechnungssatz umgelegt. Diesen Kosten muss dann noch zusätzlich ein angemessener Wagnis- und Gewinnanteil hinzugerechnet werden, damit der Betrieb eine gesunde Existenz anstreben kann.

Der aus verschiedenen Handwerkerrechnungen ermittelte Stundenverrechnungssatz beträgt derzeit:


Summe Zwischen- bzw. Endsumme
Stundenlohn12,76 Euro
Lohngebundene Kosten und Gehälter für Verwaltung23,41 Euro
Personalkosten pro Stunde36,17 Euro
Übrige Kosten7,74 Euro
Kosten gesamt pro Stunde43,91 Euro
Notwendiger Wagnis- und Gewinnzuschlag4,77 Euro
Stundenverrechnungssatz48,68 Euro


Die Differenz zwischen dem Stundenverrechnungssatz eines Schornsteinfegerbetriebes und dem aus verschiedenen Handwerkerrechnungen gemittelten Stundenverrechnungssatz beträgt bereits jetzt rund etwa 10 Euro.

Der durchschnittliche Stundenlohn eines Schornsteinfegergesellen liegt nicht wesentlich über dem Stundenlohn vergleichbarer Gewerke. Wenn das Schornsteinfegerhandwerk sich dem Wettbewerb stellen muss, wird wohl niemand ernsthaft erwarten, dass die Kalkulation des Stundenverrechnungssatzes eine andere sein wird als die, die bereits jetzt von anderen Handwerkern praktiziert wird.
Dies ist keine Prognose aus der hohlen Hand, sondern sie wurde erst kürzlich in der Schweiz untermauert, als dort die Tätigkeiten des Schornsteinfegerhandwerks dem freien Markt überlassen wurden. Die Preise für die Kehr- und Überprüfungsarbeiten stiegen danach um 20 bis 30 Prozent. Einige Kantone kehrten deshalb sehr schnell zum bewährten Schornsteinfegersystem zurück.
Mit absoluter Sicherheit werden bei dem von einigen Vertretern aus der bundesdeutschen Politik angestrebten Wettbewerb im Bereich der kehr- und überprüfungspflichtigen Arbeiten die Preise weder stabil bleiben noch eine Senkung erfahren.


Modernes System der Schornsteinfeger

"Gold" und "Diamant" für 50 und 60 Jahre Meisterschaft

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Übergabe des Diamantenen Meisterbriefes an Theo Gaux (Gelsenkirchen) durch den Handwerkskammer-Präsidenten Hans Rath (r. Sohn des Jubilars BSM Günter Gaux)


"Das System des Schornsteinfegerwesens ist modern" bestätigte Frau Walburga Schwermann von der Bezirksregierung Münster den Teilnehmern der Innungsversammlung des Schornsteinfegerhandwerks im Regierungsbezirk Münster. Die Schornsteinfeger nähmen als beliehene Unternehmer Aufgaben anstelle des Staates wahr und trügen im Interesse alle zur Einsparung fossiler Brennstoffe und von Abgasen bei, gegründete sie. Frau Walburga Schwermann rief die Schornsteinfeger dazu auf, weiter an ihrem positiven Image zu arbeiten.
Die Innungsmitglieder wählten Bezirksschornsteinfegermeister Karl-Heinz van Wesel(Billerbeck)zum neuen Lehrlingswart.Er tritt die Nachfolge von Hans-Joachim Cillessen(Warendorf)an. Anlässlich ihres Meisterjubiläums zeichnete der Handwerkskammerpräsident Hans Rath, der auch gleichzeitig Landesinnungsmeister im Schornsteinfegerhandwerk ist, dreizehn Schornsteinfegermeister besonders aus: Den Diamantenen Meisterbrief der Handwerkskammer für 60 Jahre Meisterschaft im Handwerk erhielt Schornsteinfegermeister Theo Gaux aus Gelsenkirchen. Für 50 Jahre Meisterschaft wurden die Schornsteinfegermeister Leonard Abramowski (Heiden), Johannes Damann (Bottrop), Heinrich Gersmeier (Sendenhorst), Johannes Grob (Elsfleth), Siegmund Krausa (Münster), Wilhelm Nathaus (Werne), Wilhelm Riermann (Coesfeld), Kurt Roschke (Gladbeck), Heinrich Scheller (Drensteinfurt), Karl Schneider (Epe), Albert Wegmann (Haltern) und Karl-Heinz Wilde (Steinfurt) geehrt.

Mehr erfahren Sie unter "Aktuelles"


Goldener Meisterbrief für Franz Kubiak

Ein besonderes Ereignis fand am 7.März 2002 in Oer-Erkenschwick statt, als ehemalige Mitarbeiter und Auszubildende sowie der Obermeister der Schornsteinfegerinnung Münster Karl-Heinz Vogt dem Kollegen Franz Kubiak den Goldenen Meisterbrief der Handwerkskammer Münster überreichten. Karl-Heinz Vogt ehrte Franz Kubiak im Auftrage der Handwerkskammer Münster für die zurückliegenden 50 Jahre seiner Meisterschaft.

In diesem Zeitraum war Franz Kubiak sehr aktiv und zielstrebig für die Gesellenschaft als Altgeselle und darüber hinaus nach seiner Anstellung zum Bezirksschornsteinfegermeister für die Innung Münster ehrenamtlich tätig Mit hoher Fachkompetenz war er als Lehrlingswart und Vorsitzender des Gesellenprüfungsausschusses für die Innung tätig. Danach wählte ihn die Innung zum stellv. Obermeister und bekräftigte damit ihr Vertrauen in seine geleistete Arbeit.

Die Bürger seiner Heimatgemeinde Oer-Erkenschwick kennen Franz Kubiak als ehemaligen Stadtbrandmeister und als Vorsitzenden der CDU-Fraktion.

Für diese vielen und freizeitraubenden ehrenamtlichen Tätigkeiten für das Handwerk und für die Mitbürger dankte der Obermeister dem 75 jährigen Jubilar recht herzlich. Seiner Ehefrau Christine überreichte er einen Blumenstrauß als äußeres Zeichen des Dankes; denn ohne seine Frau hätte Franz Kubiak vieles nicht bewirken können.

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Obermeister Vogt wünschte dem Jubilar alles Gute und natürlich eine zufriedenstellende Gesundheit.


Geld vom Staat für Energiesparen

Wenn Kunden renovieren wollen, aber über Geldmangel klagen, können Handwerker jetzt besser über mögliche Förderprogramme informieren.

Das Bundesumweltministerium hat mit dem Bine Informationsdienst eine Broschüre zu Energieförderprogrammen veröffentlicht. Basierend auf der von Bine erstellten Datenbank Fiskus werden etwa 400 Förderprogramme von EU, Bund, Ländern, Kommunen und Energieversorgern vorgestellt. Die Broschüre ist kostenlos erhältlich und ermöglicht einen schnellen Überblick über Fördermittel für Energiesparmaßnahmen.
Informationen unterwww.bine.info

Die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) hat ein Informationsprogramm zum Thema energiesparendes Bauen und Sanieren gestartet. Unter dem Motto "zukunft haus. Energie sparen. Wert gewinnen" informiert die dena praxisnah über wirtschaftliche Energieeinsparmöglichkeiten im Alt- und Neubau. Erste Angebote sind die Broschüre "Modernisierungsratgeber Energie" für Hausbesitzer sowie zwei neue Internetportale:

Unter www.zukunft-haus.info finden Bauherren und Hausbesitzer Informationen über enegieeffizientes Bauen und Sanieren sowie zu den neuen Förderprogrammen der Kreditanstalt für Wiederaufbau.

Das Spezialangebot www.thema-enev.de bietet Fach-Handwerkern, Architekten und Ingenieuren Informationen und Planungshilfen zur Energieeinsparverordnung.

gelesen 7.8.2003 Deutsches Handwerksblatt


Ein Schuss in den Ofen

Kaminfeger: Liberalisierung verteuert die Heizungskontrolle massiv



In den meisten Kantonen der Schweiz profitieren die Kaminfeger von einem staatlich geschützten Monopol- die Hauseigentümer allerdings auch. Denn wo das Monopol fiel, stiegen die Preise teils über 20%.

Als Hausbesitzer Guy Jehl aus Basel die Rechnung für die Reinigung seiner Heizung und eines Holzofens sah, ärgerte er sich masslos: "Der Kaminfeger war höchstens 15 Minuten im Haus",sagte er. "Da sind 186 Franken entschieden zu viel".

Das findet auch der angeschwärzte Kaminfegermeister Fred Senn,"falls mein Mitarbeiter tatsächlich nur eine Viertelstunde dort war". Zusammen mit Jehl und dem Gesellen will Senn den Fall minuziös besprechen, denn "irgendwas kann da nicht stimmen".

Senn ist nämlich auf zufriedene Kunden angewiesen. In Basel-Stadt herrscht unter den schwarzen Männern seit gut zehn Jahren der freie Wettbewerb.

Das gilt auch für die Kantone SH,SZ,ZG und ZH. Sie alle haben im Interesse des freien Marktes das Kaminfegermonopol abgeschafft. Vorteil: Nicht die Gemeinde, sondern der Hausbesitzer bestimmt, wer seine Heizung kontrolliert und damit entrusst. Passt ihm der Service nicht, bestellt er für die nächste obligatorische Heizungskontrolle einen anderen Kaminfeger.

Nachteil: In allen fünf liberalisierten Kantonen sind die Kaminfegerrechnungen markant gestiegen - teils bis zu 20 Prozent.

Wo das Monopol gilt,schreiben die Gemeinden den Kaminfegertarif und die Pauschalen für Nebenkosten wie Büro und Anfahrtsweg vor. Und weil er bei seiner Arbeit sowieso in den Kamin schaut, ist er auch gleich im öffentlichen Auftrag unterwegs, um das Einhalten der Feuerpolizei- und Luftreinehalte-Vorschriften zu kontrollieren. Im Gegenzug darf er bestimmen,wann und wo er die Runde macht.So kann er ganze Quartiere in einem Aufwisch erledigen- das spart Zeit und Weg.

Im liberalisierten Markt hingegen richtet sich der Kaminfeger nach den Kundenwünschen. "Das ergibt längere Wege und macht mehr unproduktive Stunden" erklärt Armin Keller, Präsident des Schwyzer Kaminfegermeister-Verbandes. Dieser Mehraufwand werde individuell berechnet, was die Rechnung besonders in Randgebieten teils massiv verteure.

Ähnlich sieht es auch bei Reto Boris aus. Der Zuger Kaminfegermeister verrechnet heute, 6 Jahre nach dem Fall des Monopols, rund 80 Franken pro Stunde. Das sind 15 Franken mehr als vorher und der Arbeitsweg ist darin noch nicht enthalten. "Alleine der Werbe- und Büroaufwand ist stark gestiegen", begründete er seine Preise.

Zu den erhöhten Tarifen kommt, dass der Kaminfeger als freier Unternehmer nicht mehr für die Kontrolle der gesetzlichen Sicherheits- und Umweltvorschriften für Heizungsanlagen zuständig ist. In Kantonen ohne Monopol liegt diese Verantwortung nun in den Händen der Behörden. Den Hausbesitzer kostet das zusätzlich zum Kaminfeger jedes Mal bis zu 250 Franken.

Genau deshalb hat das Luzerner Kantonsparlament das Thema "Liberalisierung im Kaminfegerwesen" letzten Sommer vom Tisch gefegt.

Und auch im Kanton Bern, wo das Monopol wankte, besinnt man sich um.

"Nach unseren Beobachtungen" so Christoph Lienert von der Berner Gebäudeversicherung, "ist das Monopol die günstigste Lösung".

Zu diesem Schluss kommen übrigens auch die Wettbewerbskommission und der Eidgenössische Preisüberwacher sowie das Bundesgericht. Besonders im Interesse der Brandverhütung und des Umweltschutzes hält es das Kaminfegermonopol noch immer für sinnvoll und schützenswert.

(gelesen im K-Tipp Nr.3 v. 12.2.2003)


Traditionelles Altmeistertreffen

Am 15. Mai 2002 wurden die Ruheständler der Schornsteinfegerinnung Münster ins Schloß Nordkirchen bei Coesfeld eingeladen.

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Nach der Begrüßung durch den Obermeister sowie den Bürgermeister der Gemeinde Nordkirchen wurde ausgiebig gefrühstückt.

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Danach ging es unter fachkundlicher Führung durch das Schloß mit seinen vielen Sehenswürdigkeiten.

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Die Ruheständler hatten nach dem Mittagessen im Schloßkeller die Gelegenheit, den künstlerisch gestalteten Schloßgarten zu "erlaufen".

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Nach dem Kaffetrinken und einem letzten Glas Bier wurden die Pensionäre von den aktiven Kollegen der einzelnen Gruppen wieder bis zur heimatlichen Tür gefahren

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Den Ausrichtern der Kreisgruppe Coesfeld ein herzliches Dankeschön für die gut organisierte Veranstaltung.





Bundesland: Nordrhein-Westfalen
- Zentralinnungsverband (ZIV) -

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